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Philosophie
Mozart – Salieri
Licht und Leidenschaft
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Programm
Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791) Konzert für Klarinette und Orchester in A-Dur KV 622 (1791)
Symphonie C-Dur KV 551 «Jupiter» (1788)
Antonio Salieri (1750–1825) 26 Variationen über «La Folia di Spagna» für grosses Orchester (1825)

Zum Programm
«Verschwommen hörte ich noch die Musik von oben. Verschwommen leuchteten die Sterne auf den leeren Platz. Ich hatte plötzlich Angst. Mir schien, als hätte ich eine Stimme Gottes gehört – und sie hatte aus einem Geschöpf gesprochen, dessen eigene Stimme ich auch kannte – die Stimme eines obszönen Kindes.»
Salieri in Peter Shaffers Theaterstück «Amadeus» bei der ersten Begegnung mit Mozarts Musik
Antonio Salieri – ein musikalischer Stümper, den der Hohn Mozarts und die Erkenntnis von dessen Überlegenheit zum Giftmord an seinen Rivalen treiben. So zeichnete Peter Shaffer in seinem Stück «Amadeus» den Komponisten. So sieht ihn bis heute die Welt. Das Programm des Stella Maris Orchestra hält dagegen: Salieri war nicht nur Mozarts Konkurrent, sondern auch sein Förderer, dessen Werke er gerne dirigierte. Darüber hinaus erkennen wir in Salieri einen Meister der Instrumentierung mit einer schon fast avantgardistischen Lust am Experiment, dessen Werk es unbedingt Wert wäre, die Konzertsäle zu erobern.

Mit der Gegenüberstellung von Werken, die zu den letzten der beiden Komponisten gehören, deckt unser Programm spannende Beziehungen und bisher unbemerkt gebliebene Unterschiede auf. Mozart erreicht sowohl im Klarinettenkonzert wie auch in seiner «Jupitersymphonie» einen Höhepunkt klassischer Formvollendung und erscheint uns als der von Genius und Eros angetriebene übermächtige Zeitgenosse Salieris, der «nach freiem Willen Sternbilder in der Unendlichkeit des Weltraums schafft, zusammenfügt und lenkt» (Kurt Pahlen).

Der junge italienische Klarinettenvirtuose Francesco Spendolini wurde bereits während seines Studiums an der Schola Cantorum Basiliensis von namhaften Dirigenten wie Marc Minkowsky, Ton Koopman, Andrea Marcon, Diego Fasolis und Alan Curtis engagiert. Orchester wie Les Musiciens du Louvre, La Cetra Barockorchestern oder Venice Baroque Orchestra reissen sich um ihn. Nach einem Auftritt in der Carnegie Hall beschrieb die New York Times sein verführerisch zartes Spiel mit den Worten: «... weaving a milkily cooing melody, like a flute heard through a foggy morning at a harbor.»

Das STELLA MARIS ORCHESTRA spielt in grosser Besetzung auf historischen Instrumenten des 18. Jahrhunderts. Dabei wird der Focus auf die stiltypische Technik des speziellen Instrumentariums gelegt, bis Instrument und Musiksprache zur stimmigen Einheit werden.


Mitwirkende
Stella Maris Orchestra (stellamarisorchestra.ch)
Renate Steinmann, Konzertmeisterin

Francesco Spendolini, Klarinette

Cristoforo Spagnuolo, Leitung



Aufführung
Freitag, 20. Oktober 19.30 Uhr Klosterkirche Wettingen Reservieren